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Stücke

Blaumeier-Atelier (Deutschland): Der Sturm

Blaumeier-Atelier: Der Sturm
Bild 1 von 2sturm

Donnerstag, 21.9.2017, 19.30 Uhr
Kleines Haus

Ticket

Freitag, 22.9.2017, 19.30 Uhr
Kleines Haus

Ticket

Theater
Dauer ca. 80 Minuten
Einführung jeweils 18.45 Uhr
Eintritt ab EUR 13,50 / EUR 6,75 ermäßigt

Am 21.9. im Anschluss Empfang zur Festivaleröffnung.

Eine Zauberinsel von rauer Schönheit: Prospero, Herzog von Mailand, wird durch eine Verschwörung seines Bruders und des Königs von Neapel mit seiner Tochter Miranda auf diese mystische Insel mit ihren nie endenden Klängen und Gesängen verbannt. Als durch eine glückliche Fügung die einstigen Verschwörer mit Königssohn Ferdinand im Gefolge vor der Insel kreuzen, entfacht Prospero mit Hilfe des Luftgeistes Ariel einen mächtigen Sturm, der seine ehemaligen Peiniger Schiffbruch erleiden lässt. William Shakespeares späte Komödie „Der Sturm“ von 1611 bietet noch einmal alles auf, was sein Werk so faszinierend macht: starke, widersprüchliche Charaktere, melancholische Untiefen inmitten herrlichster Komik, tiefe philosophische Gedanken, die auch auf die Grenzen des Humanismus verweisen.

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Blaumeiers Schauspieler*innen packen Shakespeare bei seinen sinnlichen Momenten, verzaubern als magische Inselwesen, aber auch als Menschen, die leiden, wüten, lieben, sich wundern und sehnen, ob mit Zauberkräften oder ohne. So entsteht ein ziemlich heutiges Bild dieser Renaissance-Welt, die davon erzählt, dass auch ein humanistisches Menschenbild ständig in Gefahr ist, zum Mittel der Unterdrückung zu werden, wenn man es nicht immer neu mit Leben erfüllt.

Regie Imke Burma, Barbara Weste Mit Kevin Alamsyah, Gerd Anders, Dorothe Burhop, Aladdin Detlefsen, Frank Grabski, Bärbel Herold, David Jehn, Maximilian Kurth, Petra Müller, Walter Pohl, Mateng Pollkläsener, Michael Riesen, Melanie Socher, Denise Stehmeier, Viktoria Tesar Musik Imke Burma, Walter Pohl Bühne Werner Kuhrmann Kostüme, Maske Anne Bultmann Lichttechnik Frank Barufke Tontechnik Gerd Anders, Björn Groos, Christine Potschkat
www.blaumeier.de

Lucas de Man / Het Zuidelijk Toneel (Niederlande): De Man in Europe

Lucas De Man spielt auf einer Karte von Europa mit Playmobil-Figuren.
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Freitag, 22.9., 21.00 Uhr
U17

Ticket

Samstag, 23.9., 19.30 Uhr
U17

Ticket

Dauer ca. 100 Minuten
In englischer, leicht verständlicher Sprache
Eintritt EUR 14,50 / EUR 7,25 ermäßigt

Terroranschläge auf europäischem Boden, Flüchtende, geschlossene Grenzen – Europa macht gerade schwere Zeiten durch. Diese Entwicklung ist der Ausgangspunkt für "De Man in Europe". Für seine Soloperformance reiste Lucas de Man durch 17 Städte in acht europäischen Ländern und sprach mit vielen Menschen, die sich für den Wandel engagieren, um die Gesellschaft zu formen, in der sie leben. Zugleich blickt er in die Geschichte des Kontinents, in die Renaissance: Auch Geistes- und Kulturgrößen wie Hieronymus Bosch, Erasmus von Rotterdam, Thomas More und Martin Luther waren einst junge Menschen, Künstler, Denker und sozial kreative Menschen im weitesten Sinne, die sich mit der Frage beschäftigten, wie man in Zeiten des Wandels zusammenleben kann.

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"Selten hat man eine Perfomance erlebt, die derartige Einblicke ins Heute gibt", schrieb die niederländische Volkskrant nach der Premiere. Lucas De Man ist Direktor des Het Zuidelijk Toneel, künstlerischer Leiter der Stiftung Nieuwe Helden und Moderator von Kunstuur (AvroTros). De Man versucht, den öffentlichen Raum nicht den Interessen des Marktes zu überlassen, sondern als Ort des Erstaunens, der Überraschung, der Verwirrung und der Begegnung zu definieren.

Konzept, Regie, Performance Lucas De Man Video Ruut van der Beele Kamera Ton Vorselaars, Pepijn Robben Dramaturgie, Projektkoordination Kimberly Major Journalistische Unterstützung Tomas Vanheste Regieassistenz Tom Dijkstra
www.hzt.nl

Das Helmi & Theater HORA (Deutschland/Schweiz): Der Besuch der verknallten Dame

Angela (Julia Häusermann) und die Helmis
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Sonntag, 24.9., 18.00 Uhr
Kleines Haus

Ticket

Theater/Performance
Dauer ca. 90 Minuten
Einführung 17.15 Uhr
Eintritt ab EUR 13,50 / EUR 6,75 ermäßigt

30 Jahre sind vergangen, seitdem Lester in die hübsche Angela verliebt gewesen ist. Damals lernten sich beide in einem wunderbaren Blütentraum kennen, bis sich Angela unter nebulösen Umständen zurückzog. Als sie nun zurückkehrt, ist sie reich, berühmt, sieht gut aus und will Rache. Die Stadt bekommt eine Milliarde, wenn man Lester umbringt. Bald stellt sich heraus, dass es eine Menge von Leuten gibt, die mit Lester noch eine Rechnung offen haben. Da ist nicht nur seine Exfrau und ihr geliebter Buddy, sondern auch der gekränkte Ex-General, den Lester einst in einer Regennacht zurückgewiesen hatte.

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Wer sich bei der Handlung der Tragikomödie "Der Besuch der verknallten Dame" an ein bekanntes Drama von Friedrich Dürrenmatt oder den preisgekrönten Film "American Beauty" erinnert fühlt, ist auf der richtigen Spur – und wird bestimmt auch all die anderen Anspielungen entschlüsseln, mit denen die Berliner Kult-Puppentruppe Das Helmi ihre Abende würzen. Mit auf der Bühne: Mitglieder des Zürcher Theater HORA, das bei Grenzenlos Kultur unter anderem bereits seinen Welterfolg "Disabled Theater" zeigte und mit dem die Helmis eine langjährige Zusammenarbeit verbindet. Und natürlich jede Menge knautschig-kauziger Schaumstofffiguren.

Von und mit Gianni Blumer, Burkart Ellinghaus, Solene Garnier, Matthias Grandjean, Julia Häusermann, Felix Loycke, Florian Loycke, Brian Morrow, Dasniya Sommer, Emir Tebatebai, Anne Tismer Eine Produktion von Das Helmi und Theater HORA in Zusammenarbeit mit dem Theaterfestival Grenzenlos Kultur
www.das-helmi.de
www.hora.ch

Meine Damen und Herren (Deutschland): Eins zu Eins

Cornelia Dörr und Friederike Jaglitz schauen sich tief in die Augen.
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Sonntag, 24.9., 20.00 Uhr
U17

Ticket

Theater/Performance
Dauer ca. 60 Minuten
Eintritt EUR 14,50 / EUR 7,25 ermäßigt

"Eins zu Eins" ist eine Selbstporträt-Serie von zunächst sechs Menschen, deren Individualität in der Begegnung mit dem Anderen erscheint. In drei aufeinander folgenden Szenen kommen je ein Ensemblemitglied von Meine Damen und Herren und ein*e Darsteller*in aus der Tanz- und Performanceszene zusammen, sie suchen nach einem bühnentauglichen Thema, das beide gleichermaßen bewegt. Sie performen nicht nur miteinander, sie sind auch die Regisseure dessen, was sie da zeigen: ihre Begegnung, ihre Unterschiedlichkeit, die gegenseitige Spiegelung und Konfrontation ihres Handelns schaffen ein Panorama zeitgenössischer Leben.

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Für das Hamburger Ensemble Meine Damen und Herren ist das Langzeitprojekt "Eins zu Eins" der Versuch, die Gestaltung einer Theaterarbeit den Ensemblemitgliedern selbst zu überlassen – in Zusammenarbeit mit ihren jeweiligen Bühnenpartner*innen. Am Ende des Projekts soll es 14 Folgen geben. Bei Grenzenlos Kultur werden die ersten drei Begegnungen als Premiere zu sehen sein.

Von und mit Tim Borstelmann, Cornelia Dörr, Friederike Jaglitz, Franz Rogowski, Antje Pfundtner, Michael Schumacher Dramaturgische Beratung Marcel Bugiel, Anne Kersting Raum, Lichtdesign Marek Lamprecht Kostüme Nadira Nasser Creative Enabler Martina Vermaaten Künstlerische Projektleitung, Musik Christoph Grothaus Produktionsleitung Lis Marie Diehl Produktion Meine Damen und Herren / barner 16
www.meinedamenundherren.net

China Plate (Großbritannien): The Shape of the Pain

Hannah McPake in sich gekehrt mit geschlossenen Augen auf der dunklen Bühne.
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Montag, 25.9., 19.30 Uhr
U17

Ticket

Theater/Performance
Dauer ca. 70 Minuten
Einführung 19.15 Uhr
In englischer Sprache mit Übertiteln und Audiodeskription in Englisch
Eintritt EUR 14,50 / EUR 7,50 ermäßigt

"Ich muss mich nicht daran erinnern, Schmerzen zu haben. Man muss sich nicht an etwas erinnern, das ständig passiert." Eine Frau mit komplexem regionalem Schmerzsyndrom (CRPS) versucht, ihre Erfahrung des physischen Schmerzes zu beschreiben. Schmerz ohne offensichtlichen Grund. Außerdem hat sie jemanden kennengelernt und die beiden wollen, dass das jetzt funktioniert! Ein explosiver Dialog über Liebe und Wahrnehmung entsteht. Und ein Experiment dazu, wie wir über Schmerz reden – und ob wir das jemals auf eine Art und Weise tun können, dass es jemand anderes versteht. Basierend auf Rachel Bradshaws eigener Erfahrung mit dem CRPS erkundet das Stück, wie es sich mit chronischen Schmerzen lebt und wie das die Sinne verändert.

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Die Geschichte ist fiktional, die Erfahrungen sind echt. Eine außerordentliche Produktion, die künstlerische Arbeit zusammenbringt mit medizinischer Spitzenforschung. Eine außerordentliche Produktion, die nie enden wollenden Schmerz zusammenbringt mit unerwarteter Freude über seine temporäre Überwindung.

Regie Rachel Bagshaw Mit Hannah McPake Autor Chris Thorpe Komposition, Ton Melanie Wilson Bewegung Raquel Meseguer Bühne Madeleine Girling Video, Licht Joshua Pharo Barrierefreiheits- & Audiodeskriptions-Beratung Michael Achtman Eine Produktion von China Plate in Koproduktion mit Battersea Arts Centre und New Wolsey Theatre / Ipswich Mit Unterstützung von artsdepot und The Wellcome Trust
www.chinaplatetheatre.com

Theater Thikwa (Deutschland): Dave - ein überirdisches Science-Fiction-Spektakel

Anne Tismer und Schauspieler des Theater Thikwa landen auf der Erde.
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Dienstag, 26.9., 19.30 Uhr
U17

Ticket

Theater/Performance
Dauer ca. 80 Minuten
Eintritt EUR 14,50 / EUR 7,25 ermäßigt

Ist das ein Mensch, der da auf der Erde landet? Nein, ein Raumschiff in Menschengestalt. Seine außerirdischen Insassen suchen nach einer Metallkugel, die aus dem All gestürzt ist und die man braucht, um den Heimatplaneten aus einer Energiekrise zu retten. Trash?! Das Eddie-Murphy-Vehikel, von dem dieses Spektakel inspiriert ist, gewann schließlich mehrere Goldene Himbeeren – den Oscar für schlechte Filme. Aber Vorsicht: Wie schon bei den bisherigen Arbeiten Anne Tismers mit Thikwa stellt auch diese dadaistische Interpretation durch Wörtlichnehmen eine Überformung her, die den Stoff neu befragt und auf Relevanz abklopft.

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Auf skurrile und sehr komische Weise werden die Themen Fremdheit, Ausgrenzung und Annäherung an das und den Andere(n) behandelt. Unterscheidet sich ein Mensch von einer Maschine? Was ist ein Gefühl und wie muss man damit umgehen? Nicht umsonst animiert Captain Dave seine Crew, interessante menschliche Eigenschaften nachzuahmen. Nach der Untersuchung von zwei surrealistischen Arthouse-Filmen von Luis Buñuel ("Das Plastikgespenst der Freiheit", Grenzenlos Kultur 2012, und "Der diskrete Schwarm der Bourgeoisie", Berlin 2014) erfinden Anne Tismer und Theater Thikwa diesmal eine Hollywood-Komödie neu. Schräg, witzig und mit sehr viel Tanz.

Konzept und Spielleitung Anne Tismer Von und mit Fabian Bischoff, Meier Edem Akakpo, Louis Edler, Corinna Heidepriem, Torsten Holzapfel, Ingo Joers, Felix Loycke, Jasmin Lutze, Peter Pankow, Laura Rammo, Rachel Rosen, Anne Tismer Choreografie Meier Edem Akakpo Lichtdesign Johanna Seitz Bühnenbild Isolde Wittke Kostüme Heike Braitmayer Tonkonzept Holger Duhn
www.thikwa.de

I can be your translator (Deutschland): Einstein

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Mittwoch, 27.9., 19.30 Uhr
U17

Ticket

Musik-Performance
Dauer ca. 75 Minuten
Eintritt EUR 14,50 / EUR 7,25 ermäßigt

Albert Einstein ist eine Ikone der Wissenschaft und der Menschlichkeit. Hinter dem Bild des die Zunge herausstreckenden Menschenfreunds kommt in der öffentlichen Wahrnehmung der Wissenschaftler manchmal zu kurz. Oder haben Sie das mit der Relativitätstheorie verstanden? Das Kollektiv I CAN BE YOUR TRANSLATOR versucht in seinem zweiten Musiktheaterprojekt "Einstein", ausgewählte Aspekte der Relativitätstheorie zu erklären und Bilder dafür zu finden. Und zwar mit zwischenmenschlichen Beziehungen, Harmonie und Differenzen.

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Der Abend versucht, mit künstlerisch-spielerischen Mitteln der Musik und der Sprache eine Gleichung aus wissenschaftlicher Anleitung und biographischen Fragmenten mit diversen Unbekannten zu erzeugen, immer auf der Suche nach Berührungspunkten von objektiver und subjektiver Zeit, von Theorie und Lebenswirklichkeit, von Wirklichkeiten und Inszenierung. Diese Gleichung zu lösen ist ein herausfordernder Prozess, der auf verschiedenen Ebenen und mit verschiedenen Geschwindigkeiten passiert. Das Ergebnis? Offen. "Unterhaltsam, wie Physik und Humor hier zwinkernd fusionieren", befanden die Ruhrnachrichten. Sie erlebten Musik, "die ans Erhabene rührt, an das Mysterium von Schöpfung und Ewigkeit".

Von und mit Kathrin Eckhof, Linda Fisahn, Julia Hülsken, Bastian Ostermann, Anna Reizbikh, Christian Schöttelndreier, Laurens Wältken Künstlerische Leitung Lis Marie Diehl, Christoph Rodatz Musikalische Leitung Christian Fleck Kostüm Julia Strauß Bühnenbild, Lichtdesign Birk-André Hildebrandt Assistenz Lina Jung, Kristin Langer Wissenschaftliche Beratung Prof. Dr. Metin Tolan Produktionsleitung Klaas Werner
www.icanbeyourtranslator.de

Indepen-dance 4 (Großbritannien): Four Go Wild In Wellies

Vier Schauspieler*innen in Gummistiefeln klettern auf einem Baum.
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Donnerstag, 28.9., 10.00 Uhr
Glashaus

Ticket

Donnerstag, 28.9., 16.00 Uhr
Glashaus

Ticket

Freitag, 29.9., 10.00 Uhr
Glashaus

Ticket

Freitag, 29.9., 15.00 Uhr
Glashaus

Ticket

Theater für Kinder ab 3 Jahren
Dauer ca. 30 Minuten
Eintritt EUR 9,50 / EUR 4,75 ermäßigt

"Außer Rand und Band in Gummistiefeln" ist ein wunderbares und wunderliches Tanztheater-Abenteuer für Menschen ab 3 Jahren. In den Hauptrollen:  Bommelmützen, Schals und Zelte, die ein überraschendes Eigenleben führen – und natürlich die Gummistiefel, in denen und mit denen alle reichlich Spaß haben! Ein Stück ohne Worte, aber mit reichlich Musik. INDEPEN-DANCE als Tanzplattform für behinderte und nicht behinderte Menschen hat sich schon 1996 in Glasgow gegründet. INDEPEN-DANCE 4 gibt es erst seit drei Jahren, es ist aber bereits das herausragende Projekt inklusiven Tanzgeschehens für ein junges Publikum in Schottland. Die vier Tänzer*innen haben in ihrer kurzen Karriere schon mit jeder Menge renommierter Choreografen und Musiker zusammen gearbeitet, umfängliche Tourneen haben sie durch halb Europa geführt, nun erstmals auch nach Mainz. 

Workshop für Theatermacher*innen und Pädagog*innen
Freitag, 29.9.2017, 17.30 - 19.00 Uhr im Glashaus
Jede Menge Tipps und Ideen, wie man mit Kindern mit und ohne Behinderung tänzerisch und spielerisch in Bewegung kommt. Angeleitet von Indepen-dance 4. Der Workshop ist kostenlos.
Anmeldung: theaterpaedagogik@staatstheater-mainz.de

Regie Anna Newell Mit Hayley Earlam, Neil Price, Adam Sloan, Emma Smith Choreografie Stevie Prickett Kompositionen David Goodall
www.indepen-dance.org.uk/ind4/

ADHOK (Frankreich): Great Escapes - Emergency Exit

7 Rentner mit ihren Essenstabletts auf einem Weg auf einer Wiese.
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Donnerstag, 28.9., 17.30 Uhr
Start auf dem Tritonplatz

Stationentheater
Dauer ca. 45 Minuten
Eintritt frei

Eigentlich sollten die sieben Bewohner des Altenheims diesen Ort nicht verlassen. Doch hier stehen sie, die Essenstabletts in der Hand, und wagen sich auf ihrer "großen Flucht" durch den "Notausgang" hinaus in die Stadt. Ihre Bewegungen sind zunächst noch unbeholfen, ihr Aussehen zuweilen gebrechlich und auch ihr Gedächtnis lässt langsam nach. Aber nichts kann die Frauen und Männer davon abhalten, wieder hinaus ins Leben zu drängen.

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In einem wunderschön choreografierten und tief berührenden Stationentheater setzt sich das Ensemble – alle Mitwirkenden sind tatsächlich im Alter zwischen 60 und 80 Jahren – humorvoll mit dem "Lebensabend" auseinander und wehrt sich gegen eine Gesellschaft, die ihre Alten möglichst unsichtbar und hinter Mauern wissen möchte.

Mit Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur/DGCA und im Rahmen von Frankfurt auf Französisch - Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017.

Regie Patrick Dordoigne, Doriane Moretus Mit Christiane Colard, Guy Delamarche, Dominique Gras, Wolfgang Kleinertz, Françoise Loreau, Irène Palko, Claudette Walker Kostüme Fabienne Desfleches, Mélanie Clenet, Caroline Briemel Tonkonzept Erwan Quintin, Guillaume Patissier Technik Achil Bras, William Defresne, Asilys Deymarie Produktion Les Thérèses
www.adhok.org

ADHOK (Frankreich): Point de fuite

7 alte Frauen und Männer sitzen vor einem Baum mit Lichtern.
Bild 1 von 1adhok

Donnerstag, 28.9., 19.30 Uhr
U17

Ticket

Theater
Dauer ca. 75 Minuten
Eintritt EUR 14,50 / EUR 7,25 ermäßigt

"Point de fuite" ist der zweite Teil des ADHOK-Programms mit den charmanten Senioren aus Frankreich. Sie sind zu siebt und in einem, sagen wir mal: wirklich sehr reifen Alter. Versammelt in einem Raum mit lichterbehangenem Baum, der ein Wartesaal sein könnte, aber auch ein sommerlicher Garten, bereitet einer von ihnen auf der Bühne Pasta zu. Während dessen erzählen die anderen von ihren Leben. Was bleibt übrig von der Kindheit, der Liebe, den Erinnerungen, den unversehrten Wünschen, den Verletzungen und den Hoffnungen, wenn der Körper einen daran erinnert, dass die Zeit vergangen ist? 

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Mit einer guten Dosis Humor und einem feinen Gespür für Rhythmus widmen sich ADHOK, die Stars der französischen (Straßen-)Theaterszene, der Frage: "Was bedeutet es zu altern?" Nach diesem Abend ist man sich sicher, dass man in jedem Alter neu geboren werden kann.

Mit Unterstützung des Institut français und des französischen Ministeriums für Kultur/DGCA und im Rahmen von Frankfurt auf Französisch - Frankreich Ehrengast der Frankfurter Buchmesse 2017.

Regie Patrick Dordoigne, Doriane Moretus Mit Christiane Collard, Guy Delamarche, Dominique Gras, Wolfgang Kleinertz, Françoise Loreau, Irène Palko, Claudette Walker Kostüme Fabienne Desfleches, Mélanie Clenet, Caroline Briemel Tonkonzept Guillaume Patissier Lichtdesign Julien Barbazin Technik Achil Bras, Asilys Deymarie Produktion Les Thérèses
www.adhok.org

Per.Art (Serbien): Little Party of Missed Dance

Eine Frau und zwei Männer tanzen auf einer Bühne voll weißem Konfetti.
Bild 1 von 2perart

Freitag, 29.9., 19.30 Uhr
U17

Ticket

Performance
Dauer ca. 90 Minuten
In serbischer und deutscher Sprache, teilweise mit deutschen Übertiteln
Eintritt EUR 14,50 / EUR 7,25 ermäßigt

"Wir laden Sie zu unserer Party ein. Abendkleidung erwünscht! Kommen Sie mit einem Lächeln und einem Stil, der zu Ihnen und dem Abend passt. Vergewissern Sie sich, dass Ihr Lieblings-Lippenstift oder Aftershave, Kleid oder Hemd, Schuhe und Frisur Ihnen helfen, auf der Tanzfläche zu glänzen. Man weiß nie, wessen Aufmerksamkeit man erregt. Das ist eine Chance. Wir erwarten Sie!" Die "Little Party of Missed Dance" (Das kleine Fest verpasster Tänze) lädt seine Gäste zu einem besonderen Ereignis ein, irgendwo zwischen Theaterstück, Tanzaufführung, Happening und Underground-Party.

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Behinderte und nicht behinderte Zuschauer*innen und Performer*innen teilen sich die gleiche "Tanzfläche", die gleiche "Bühne". Alle begegnen einander dort, wo das Private und das Öffentliche miteinander verschmelzen. Wer sind wir? Gibt es Gemeinsamkeiten, Unterschiede? Und das weckt in uns – um Natalija Vladisavljević zu zitieren – "das schöne Gefühl, zu sein, wer wir sind"? Ein intensiver Abend, der die Grenzen zwischen Publikum und Performern aufhebt und dazu einlädt, einander wirklich zu begegnen.

Konzept und Regie Saša Asentić Mit Saša Asentić, Marko Bašica, Ljiljana Berković,  Snežana Bulatović, Dunja Crnjanski, Olivera Kovačević Crnjanski, Frosina Dimovska, Goran Gostojić, Beata Perge, Mihailo Petrović, Dalibor Šandor, Nataša Murge Savić, Marina Sremački, Bojana Stojanović, Marijana Šugić, Dejan Šuljan, Natalija Vladisavljević, Vuk Vuković Künstlerische Unterstützung Olivera Kovačević Crnjanski, Frosina Dimovska Texte Saša Asentić, Snežana Bulatović, Bojana Stojanović, Natalija Vladisavljević Licht Tihomir Boroja Ton Predrag Petruševski Organisation Nataša Murge Savić Produktion Per.Art Mit Unterstützung von Erste Bank, Serbisches Nationaltheater

Upsala Circus St. Petersburg (Russland): Ich bin Bashō

Ein Mann hält rote Papiervögel an Fäden an einem Stock. Vor ihm steht ein Junge mit Hut.
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Samstag, 30.9., 19.30 Uhr
Kleines Haus

Ticket

Zirkus, mit poetischer Hinführung von Ruth Geiersberger (siehe unten)
Dauer ca. 45 Minuten
Eintritt ab EUR 13,50 / EUR 6,75 ermäßigt

Im Anschluss Party zum Festivalabschluss.

Poesie ist eine universelle Sprache. Dazu gehört auch das Haiku, eine japanische Gedichtform, die in nur drei Zeilen die Kunst der Reduktion feiert. Matsuo Bashō (1644-1694) zählt zu den berühmtesten Haiku-Dichtern, ein Reformer, der mit seinen philosophischen Naturgedichten die Dreizeiler in den Rang ernsthafter Literatur hob. Eher spielerisch greift der Upsala Circus aus St. Petersburg die Themen und Motive auf, die Bashōs Gedichte prägen: den Wechsel der Jahreszeiten, meditatives Umkreisen eines Gedankens, menschliche Beziehungen, Tiere. Und Humor. Eines der bekanntesten Haikus Bashōs geht schließlich so: "Uralter Teich. / Ein Frosch springt hinein. / Plop."

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Regisseurin Jana Tumina hat "Ich bin Bashō" mit Kindern und Jugendlichen mit und ohne Behinderung erarbeitet. Ein Jahr lang haben sie gemeinsam Haikus gelesen, an Texten, Gegenständen, Ideen gearbeitet, Skizzen erstellt – und gelernt, einander besser zu verstehen. Mit ihren Körpern erzählen sie von der Schönheit, die sie in und um sich entdecken und auf der Bühne ebenso darstellen wie die ewigen Prinzipien Leben und Tod. So entpuppen sie sich als wahre Schüler Bashōs. Mit Mitteln des Theaters, der Pantomime und der Zirkuskunst erschaffen sie eine Welt voller Schönheit, die jeder Zuschauer für sich deuten kann.

Regie Jana Tumina Markovna Mit Nikolaj Chamov, Feofan Čistovskij, Aleksandr Čulkov, Elnara Evdokimova, Olga Filimonova, Nikolaj Grudino, Jaroslav Kormanovskij, Anton Kornjakov, Sofija Krylova, Balsanov Aleksandr Lubsan-Dorzhijevič, Maksim Mustafin, Aleksej Popov, Anton Selivanov, Maksim Suchodrev, Stanislava Vaškevič Musik Anatolij Goné Lichtdesign Bojcova Jana Videomapping Polina Syrovjatkina Kostüme Anis Kronidova Zirkustraining Jaroslav Mitrofanov, Kašina Natalija Regieassistenz, Projektkoordination Marija Michelson
www.upsalacircus.ru

Ruth Geiersberger (Deutschland): Poetisches im Quadrat

Ruth Geiersberger sitzt auf einem Hocker in der Fußgängerzone
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Samstag, 30.9., 19.30 Uhr
Kleines Haus

Performativer Vortrag zu Haikus
(Einführung zu Upsala Circus St. Petersburg)
Dauer ca. 40 Minuten

da gibt es so eine Vorgabe 5/7/5
also die Anzahl der Silben in einer Zeile
also von so einem Haiku

davon wäre die Schnittmenge 17 und die Schnittmenge davon wiederum wäre dann 8

oh

da könnte man ja ein Quadrat bilden mit vier mal zwei Meter langen Seiten
oder zwei Quadrate mit je vier Seiten zu je einem Meter
da könnte man sich dann rein setzen und denken oder so

warum?
warum nicht?

ein Haiku ist so ein Ort zum Denken
der bietet regelrecht einen Raum für Verrichtungen an
und, es ist schön eine Struktur zu haben
ich mag Strukturen und Regelsysteme
sie befreien
weil es dann eben etwas zu durchbrechen gibt

Tiefer und tiefer
wird der Herbst,
was mag wohl mein Nachbar machen?
(Matsuo Bashō)

ja, was wohl

Von und mit Ruth Geiersberger Live-Musik Klaus Janek www.verrichtungen.de