Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur


Die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur wurde 1996 in Mainz gegründet und veranstaltet seit 1997 Projekte im Bereich Kunst und Behinderung. Die Tätigkeitsbereiche umfassen die Organisation und Durchführung von integrativen Festivals, Kulturprojekten und Kunstseminaren, die Vermittlung von integrativen Ensembles und KünstlerInnen mit Behinderung sowie die Beratung von Institutionen der Behindertenhilfe und Kulturarbeit in allen Belangen des Themenkomplexes Kunst und Behinderung.

Zielsetzungen:
Die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur konzipiert, organisiert und veranstaltet bundesweit Projekte im Bereich Kunst und Behinderung. Mit den Mitteln der Kunst und über das Medium der Kunst will die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur mit diesen Veranstaltungen insbesondere einen Beitrag leisten zugunsten des gleichberechtigten Zusammenlebens behinderter und nichtbehinderter Menschen.

Kreative oder künstlerische Leistungen sind Ausdruck der jeweiligen Gestaltungskraft und Persönlichkeit derjenigen, die sie geschaffen haben. Hierin sind sich behinderte und nichtbehinderte Menschen gleich. Vor diesem Hintergrund will die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur vor allem den kulturellen Beiträgen behinderter KünstlerInnen und integrativer Kunstprojekte ein öffentlichkeitswirksames Forum bieten und bei nichtbehinderten Menschen Interesse wecken für diese künstlerischen Arbeiten sowie an gemeinsamem kreativem Schaffen und kulturellem Austausch - und damit letztlich auch am gemeinsamen Gestalten des Alltagslebens.
Tätigkeitsbereiche:

Planung, Organisation, Durchführung von Kunstprojekten – die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur organisiert und veranstaltet Gastspiele, Ausstellungen, Kunstprojekte, mehrwöchige Festivals mit behinderten und nichtbehinderten KünstlerInnen in verschiedenen deutschen Regionen und Städten, bisher z.B. in Berlin, Hannover, Mainz, Trier, Weimar, Wismar.

Planung, Organisation, Durchführung von Kunstseminaren und Kulturreisen – die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur organisiert und veranstaltet Seminare für behinderte und nichtbehinderte TeilnehmerInnen in verschiedenen Kunstbereichen in verschiedenen deutschen Regionen und im angrenzenden Ausland, bisher z.B. in Berlin, London, Luxemburg, Mainz, Trier, Weimar.

Agenturtätigkeit
– die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur vermittelt KünstlerInnen, Ensembles und ReferentInnen aus verschiedenen europäischen Ländern für Veranstaltungen in Deutschland und im angrenzenden Ausland.

Beratung – die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur berät Institutionen der Behindertenhilfe und öffentliche Kulturveranstalter in allen Belangen des Themenkomplexes Kunst und Behinderung, insbesondere bei der Organisation integrativer Kulturprojekte.

Planen Sie eine Kulturveranstaltung?

Gerne sind wir bei der Anbahnung und Organisation einer integrativen Kulturveranstaltung behilflich – beratend oder als mitveranstaltender Kooperationspartner. Sprechen Sie uns an!

So können Sie die Arbeit der Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur unterstützen:

Spendenkonto:

Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur
Sparkasse Mainz
BLZ 550 501 20
Konto 100 010 701

Sie erhalten umgehend eine Spendenquittung.

Geschäftsführer:
Matthias Mandos, Andreas Meder

Gesellschafter:
Landesverband Rheinland-Pfalz der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
Landesverband Baden-Württemberg der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung e.V.
WEW Westeifel Werke gGmbH

Kurze Chronik:

Im Juli 1997 hat die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten Dr. Roman Herzog in Mainz das Festival „Grenzenlos Kultur“ veranstaltet. Mit über 350 KünstlerInnen aus acht europäischen Ländern, zumeist ausverkauften Aufführungen, restlos ausgebuchten Workshops und mehreren tausend begeisterten ZuschauerInnen gilt dieses Projekt bis heute vielen Mitwirkenden und BesucherInnen als das nachhaltigste integrative Festival in Deutschland. „Grenzenlos Kultur war grenzenlos gut“, so titelte die Mainzer Allgemeine Zeitung und lag damit ganz im Trend der Medienberichterstattung.

Im Juli 1999 konnte zusammen mit dem Lebenshilfe-Werk Weimar/Apolda und in Kooperation mit der Weimar Kulturstadt GmbH das Festival „kontakte 99“ in Weimar realisiert werden. Rund. 200 KünstlerInnen aus sechs europäischen Ländern bespielten die Bühnen von „Weimar – Kulturstadt Europas“. Erstmals war damit ein Kulturfestival unter Beteiligung behinderter KünstlerInnen offizieller Programmbeitrag einer Europäischen Kulturhauptstadt.

War das Lebenshilfe-Festival „Grenzenlos Kultur“ 1997 zunächst als einmaliges Ereignis geplant, so führte der überraschend große Erfolg zum dauerhaften Bestand der Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur. Von 1998 bis heute konnten in vielen Städten und Regionen Deutschlands Festivals, Kunstprojekte, Workshops und Ausstellungen durchgeführt werden. Nicht immer trat die Lebenshilfe gGmbH Kunst und Kultur dabei als Alleinveranstalter auf. Häufig konnten Veranstaltungen zusammen mit anderen Trägern der Behinderten(selbst)hilfe, mit Kulturvereinen und Kulturinitiativen realisiert werden, etwa der Bundesvereinigung Lebenshilfe, dem Verein Sonnenuhr oder dem Projekt Ohrenkuss.

Im Mainzer Kulturzentrum / KUZ hat sich das internationale integrative Theaterfestival der Lebenshilfe mittlerweile etabliert und gehört zum festen Bestandteil des rheinland-pfälzischen Kulturkalenders. Als „Beckett Festival“, „Heimsuchungen“ oder „Eigensinn“ eine Zeit lang unter wechselnden Namen veranstaltet, ist das Festival nun wieder bei seinem ursprünglichen Titel „Grenzenlos Kultur“ angelangt.

Anläßlich der Abschlusspressekonferenz des Kultursommers Rheinland-Pfalz 2004 hat Kulturminister Prof. Dr. Zöllner dieses „einzige kontinuierliche, künstlerisch hochwertige, integrative Kulturfestival der Bundesrepublik“ explizit hervorgehoben. Die diesjährigen „Zuschauerrekorde“ belegen, „auch schwierige Themen finden ihr Publikum, wenn man den Mut hat, solche Projekte über Jahre kontinuierlich aufzubauen und ein Publikum von neuen und innovativen Dingen zu überzeugen.“

[Amtsgericht Mainz HRG-Nr. 5993]